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Schneeschuhlaufen - vom Transportmittel zum Sportgerät für jedermann
Ob es mit Skiern oder Sknowboard ist, heute scheint der Freeride ein Muß im Wintersport zu sein. Diese Sportart, die in der Hauptsache in jungfräulichen Gebieten mit einigen Duzenden Zentimetern Pulverschnee praktiziert wird, zieht mehr und mehr Begeisterte an. Was machen Sie aber, wenn Sie nicht auf dem Niveau eines Weltmeisterschafts-teilnehmers fahren?
Es gibt eine Alternative, die für alle Stufen erreichbar ist: Das Schneeschuhlaufen. Ursprünglich als Transportmittel geschaffen, ist der Schneeschuh alles andere als leicht, wenn man sich fortbewegen will. Das Schneeschuhlaufen ist ein richtiger Sport, der Anfängern wie fortgeschrittenen Schneeschuhläufern offensteht.
Kleine Geschichte des Schneeschuhs
Die Geburt des Schneeschuhs resultiert aus einer einfachen Rechnung, die bereits in der Vorzeit gemacht wurde. Auf der Suche nach Erleichterungen für die Jagd, suchte der prähistorische Mensch nach Mitteln, um nicht so tief im Schnee zu versinken. Dazu bastelte er sich einen Kreis aus biegsamem Holz, der es erlaubte, die Oberfläche in Kontakt mit dem Schnee zu verdreifachen. Die Mitte wurde mit einem Netz aus Lederriemen ausgestattet. Dort befestigte der Urzeitmensch auch seine Schuhe und so wurde der Schneeschuh geboren.
Seither sind die Schneeschuhe auf anderen Kontinenten aufgetaucht, immer mit derselben Form. Der Holzring mit den Lederriemen in der Mitte. Im 20. Jahrhundert hat sich der Schneeschuh schnell entwickelt - zwei Richtungen haben diese Entwicklung vorgezeichnet. Zunächst hat der Begriff des Gleitens die Schneeschuhe beeinflußt. Bastler produzierten Schneeschuhe, die mit sanfter Haut ausgestattet waren. So wurden die ersten gleitenden Schritte ausgeführt. Dennoch war die Schwierigkeit, ausgesetzte Gebiete zu erreichen, für diese Art Schneeschuhe ein Manko. An der Unterseite der Schuhe montierte Schuhnägel stellten die Lösung für dieses Problem dar. Die neue Generation von Schneeschuhen erlaubt es in ausgesetzte und schwierige Gebiete vorzudringen, was die Beliebtheit dieser Fortbewegungsart steigert.
Aber die Tatsache, daß die Sportart problemlos zu ergreifen ist, bedeutet nicht, daß sie leicht zu praktizieren ist. Im Gegenteil. Diejenigen, die nach einem Sturz schon versucht haben, den zu Fuß bergan zu steigen (schrecklich, aber seltsamerweise folgenlos), verstehen, warum. Der Berg ist eine Herausforderung. Die Höhe und die dünne Luft bewirken, daß ihre Leistungsfähigkeit durch die Müdigkeit vermindert ist. Wenn man die Hitze der Pisten und die Kälte des Winters hinzurechnet, wird klar, daß das Schneeschuhlaufen kein Sport ist, den man ohne Vorbereitung praktizieren könnte. Zum Glück gibt es verschiedene Praktikstufen. Machen wir einen kleinen Ausflug zu der erreichbaren Gebiete und der Leistungsstufen, bevor wir das Schneeschuhlaufen in Angriff nehmen.
Markierte, gewalzte und gesicherte Routen
Für Anfänger, die das Schneeschuhlaufen in aller Ruhe ausprobieren wollen, sind die zahlreichen Gebiete rund um die Skiorte anziehend und erreichbar. Diese Routen sind mit Skipisten vergleichbar - markiert, gewalzt und gesichert. Die Wege sind nicht anstrengend und für Schneeschuhgeher aller Leistungsstufen leicht erreichbar. Man könnte sogar die Skistöcke zu Hause lassen, auch wenn sie nützliche Hilfsmittel bleiben, um das Gleichgewicht zu halten. Die Schneeschuhe, die bei solchen Bedingungen verwendet werden sind nicht sehr ausgefeilt, weil sie nur einen leichten Halt auf dem Schnee sichern müssen - die Wege sind ja gewalzt, aber sie sind dennoch mit einem effizienten Krallensystem ausgestattet, um jedes unerwünschte Rutschen zu vermeiden.
Der niedrige Schwierigkeitsgrad bedeutet aber nicht, daß man sich nicht vorbereiten soll. Wie für einen Skitag braucht man warme Kleider, am besten zum Drüberziehen, weil die Temperatur sehr schnell wechseln kann. Beachten Sie, bevor Sie losgehen, den Wetterbericht, und gehen Sie niemals allein: ein winziger Unfall kann sich zu einer Katastrophe auswachsen, wenn niemand da ist, der Hilfe holen könnte.
Markierte aber nicht gewalzte Routen
Die markierten aber nicht gewalzten Routen verlangen dem Schneeschuhgänger bereits eine größere Anstrengung ab. Auf der Oberfläche von weichem Schnee ist es in der Tat schwieriger zu laufen. Das ist der Grund, warum die Schneeschuhe für diese Art Route größer sind und einen größeren Halt im nichtgewalzten Neuschnee verleihen. In diesem Fall sind die Skistöcke unverzichtbar um mehr Stabilität zu gewinnen und den Marsch dank einer besseren Verteilung des Gewichts des Schneeschuhläufers auf Schneeschuhe und Skistöcke leichter zu machen.
Immer noch sind die Routen mit Skipisten vergleichbar. Obwohl die Piste nicht gewalzt ist, wird die Route in Schuß gehalten, markiert und - zumeist gesichert. Vergessen Sie nicht, sich im Wetterbericht zu informieren, weil es schwierig sein könnte, den richtigen Weg zu finden, wenn es keine Spuren gibt, die sie unter schwierigen Bedingungen wie Nebel oder starkem Schneefall leiten könnten.
Routen auf mittleren und hohen Bergen
In den mittleren Lagen und in den Hochlagen, außerhalb der gesicherten Pisten werden Sie die schönsten Landschaften finden, ursprüngliche Fauna und eine junge und jungfräuliche Vegetation. Aber dort sind sie auch den Risiken des Berges ausgesetzt. Lawinen stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Neben dieser Naturgewalt gibt es eine Reihe weiterer Gefahren. Spalten zum Beispiel könnten unsichtbar sein, wenn sie von einer nicht sehr verläßlichen Schneeschicht bedeckt sind. Die Kenntnis des Berges und seiner Gefahren ist deshalb unerläßlich, genauso wie die Sicherheitsausrüstung für die Gebiete abseits der Piste (siehe dazu den Artikel zu dem Thema). Im Gletschergebiet sind Steigeisen und Seil notwendig. Die Schneeschuhe erlauben es Ihnen, eine Menge von Gebieten zu erreichen, aber Sie können damit nicht überallhin marschieren. Darüberhinaus bleibt zu Bedenken, daß der Sport in einer solchen Höhe auf steilen Pisten ausgeübt wird, was körperlich viel anstrengender ist. Wir empfehlen mit Nachdruck Teleskopstecken, weil sie Ihnen erlauben, den Talstecken länger zu machen als den anderen, so kann man den Hang besser queren.
Ünnötig zu sagen, daß, wenn Sie sich einmal nicht in Form fühlen oder sich über Ihre Kenntnisse nicht im klaren sind, die Profis am Berg (Bergführer, Skilehrer, Pistenwarte) dafür da sind, ihnen zu helfen. Zögern Sie nicht, sie um Rat zu fragen oder sich auf einer Route begleiten zu lassen.
Kontakt und weitere Auskünfte
Homepage: www.sportandevent.ch E-mail: info@sportandevent.ch
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